Lieferketten-Resilienz: Die 25-Punkte-Checkliste
Die letzten Jahre haben gezeigt: Lieferketten, die auf maximale Effizienz optimiert sind, sind oft die fragilen. Resilienz kostet etwas – aber ein Lieferantenausfall kostet mehr.
Bereich 1: Lieferantenstruktur (8 Punkte)
- 1Haben Sie für alle A-Teile mindestens zwei qualifizierte Lieferanten?
- 2Kennen Sie die Tier-2-Lieferanten Ihrer wichtigsten Tier-1-Lieferanten?
- 3Haben Sie die geografische Konzentration Ihres Lieferantenportfolios analysiert?
- 4Gibt es für Ihre kritischsten Komponenten einen dokumentierten Notfalllieferanten?
- 5Werden Lieferanten regelmäßig nach Risikokategorien bewertet?
- 6Haben Sie Rahmenverträge mit Force-Majeure-Klauseln?
- 7Kennen Sie die Finanzstärke Ihrer Top-20-Lieferanten?
- 8Haben Sie Preisgleitklauseln für rohstoffintensive Beschaffungen?
Bereich 2: Lagerbestands- und Pufferstrategie (5 Punkte)
- 1Haben Sie Sicherheitsbestands-Niveaus für alle A-Teile definiert?
- 2Werden Sicherheitsbestands-Niveaus regelmäßig an die aktuelle Marktlage angepasst?
- 3Haben Sie einen Überblick über Ihre gesamte Kapitalbindung in Vorräten?
- 4Gibt es eine klare Priorisierung, welche Komponenten Puffer benötigen?
- 5Sind Ihre Lagerkapazitäten für erhöhte Sicherheitsbestands-Niveaus ausreichend?
Bereich 3: Transparenz und Daten (5 Punkte)
- 1Haben Sie Echtzeit-Einblick in Ihre Lagerbestands-Niveaus?
- 2Können Sie Lieferverzögerungen frühzeitig erkennen (Tracking, Alerts)?
- 3Haben Sie eine Risiko-Ampel für kritische Beschaffungspositionen?
- 4Werden Marktpreis-Entwicklungen für wichtige Rohstoffe systematisch beobachtet?
- 5Gibt es eine regelmäßige Lieferketten-Risikoanalyse (mindestens jährlich)?
Bereich 4: Organisation und Prozesse (7 Punkte)
- 1Gibt es einen dokumentierten Krisenplan für Lieferantenausfälle?
- 2Sind die Zuständigkeiten im Krisenfall klar geregelt?
- 3Wird das Einkaufs-Team regelmäßig in Krisenszenarien geschult?
- 4Gibt es eine cross-funktionale Zusammenarbeit zwischen Einkauf, Produktion und Logistik?
- 5Werden Lessons Learned aus vergangenen Krisen systematisch dokumentiert?
- 6Hat die Geschäftsführung Resilienz als strategisches Ziel definiert?
- 7Gibt es ein Budget für Resilienz-Maßnahmen (nicht nur für Kostenoptimierung)?
Auswertung: 20–25 Punkte: Gute Resilienz-Basis. 12–19 Punkte: Handlungsbedarf in einzelnen Bereichen. Unter 12 Punkte: Dringende strukturelle Maßnahmen erforderlich.
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